Neuseeland – Woche 4

Regen? Wo regnet’s hier? Das ist nur Nebel!

Vor einer knappen Woche haben wir die Südinsel verlassen und sind mit der Fähre nach Wellington gefahren, um die Nordinsel zu erkunden.

Wir haben ein paar Tage im Tongariro National Park verbracht, der vor allem als Skigebiet, aber auch als ausgezeichnetes Wandergebiet bekannt ist. Zwei der Vulkane, die sich in diesem Gebiet befinden, haben sich tatsächlich mal gezeigt, ansonsten haben wir vor allem Regen und tief hängende Wolken erlebt. Schade, aber so ist das eben. Man darf nicht vergessen, dass hier Spätherbst ist, und da ist das Wetter üblicherweise eher wechselhaft. So, nun aber genug vom Wetter.

Heute haben wir zwei Kalksteinhöhlen besichtigt. Die eine (Ruakuri Cave) beeindruckt durch ihre Größe. Wir haben einen 1 1/2-stündigen Rundgang unternommen und nur einen Bruchteil des Höhlensystems gesehen. Die andere (Waitomo Glowworm Cave) hat mir besonders gut gefallen, weil es große Kammern gibt. Eine davon wird „Kathedrale“ genannt, da sie 18 Meter hoch ist und eine gewölbeartig geformte Decke hat. Die Akustik ist so besonders, dass in der Vergangenheit öfter Konzerte mit namhaften Musikern bzw. Bands stattgefunden haben (laut Guide auch die Beatles; der Raum fasst bis zu 200 Besucher). Highlight unserer Tour war eine Bootsfahrt in ein Gewölbe, in dem Myriaden von Glühwürmchen leben. Leider stand das Wasser zu hoch, sodass wir nicht komplett durchfahren konnten. Egal, beeindruckend war es allemal. Fotos gibt es an dieser Stelle keine (im Internet gibt es Bilder).

Was an Neuseeland so toll ist, ist die Vielfalt der Landschaft. Ich meine, alles, was es in Europa gibt, findet man auch in Neuseeland, und das schön kompakt (Neuseeland ist ungefähr so groß wie die alten Bundesländer): Da ist das Fjordland ganz im Süden, die Alpen, Gletscher, Vulkane auf der Nordinsel, Regenwald (gibt es erstaunlicherweise auch in Schottland)… Wenn das Land nur nicht so weit weg wäre😉 Aber so ist und bleibt es etwas Besonderes, für uns Europäer zumindest.

Was mir definitiv fehlen wird, sind die wunderschönen Wälder, die ich in Europa so noch nicht gesehen habe. Sie wirken urig, nahezu unberührt, sind unglaublich reich an Baum- und Straucharten (kein langweiliger Buchenwald) und hier wachsen zahlreiche Baumfarne, die ich mir auch gern in den heimischen Garten holen würde, wenn sie sich da wohlfühlen würden (würden sie nicht 😉). Ja, auch in Deutschland und Europa gibt es Urwälder, aber die hier haben für Kay und mich einen ganz besonderen Charme. Schwer zu erklären. Schaut selbst: