Lake District: Ashness Bridge

Der Ruhetag führte uns zunächst nach Keswick, einem kleinen Städtchen (nicht der Rede wert) mit einem (Blei)Stift-Museum. Hier in Keswick entstand der erste Bleistift, seit Mitte des 19. Jh. wurden hier zunächst Bleistifte, später auch Buntstifte hergestellt. Die Marke „Derwent“ (das britische Pendant zu Faber Castell) ist international bekannt. Highlight des Museums-Besuchs: Wir bekamen vier Stifte geschenkt und ich habe mir einen batteriebetriebenen Radierer gekauft. 😊

In der Nähe der Stadt steht der Castlerigg-Steinkreis, der vermutlich um 3000 v. Chr. errichtet wurde und damit zu den ältesten Steinkreisen Englands gehört.

Und schließlich fuhren wir zur Ashness Bridge. Hintergrund: Vor fast 20 Jahren war ich mit Annett im Lake District. Wir wohnten in einer sehr hübschen Jugendherberge direkt am See. In der Nähe sollte es eine hübsche Brücke geben, die wir uns ansehen wollten. Ohne Karte oder sonstige Anhaltspunkte machten wir uns auf den Weg. Regen war unser ständiger Begleiter. Völlig durchnässt gaben wir irgendwann auf. Ich meine mich zu erinnern, dass wir später noch einen kleinen Pfad direkt an der JH fanden, der uns ebenfalls direkt zur Brücke führte, die oberhalb der JH liegt. Wir hätten also von vorne herein gleich dem Bach folgen können, denn wozu baut man sonst eine Brücke… Aber ohne dieses Abenteuer hätte ich jetzt auch keine Anekdote zu erzählen gehabt und wir wären gestern sicher nicht – in Erinnerung an alte Zeiten – nochmal zur Ashness Bridge gefahren.

Lake District: Langdale Pikes

Grandios. Das trifft die Beschreibung des heutigen Tages ziemlich gut: grandioses Wetter, grandiose Landschaft, grandiose Ausblicke. Wir waren heute unterwegs zu den Langdale Pikes, einer Ansammlung von Bergen am Ende eines Tals. Zunächst führte uns der Weg etwa eine Stunde lang mehrere hundert Höhenmeter steil nach oben (Klettereinlagen auf allen Vieren inklusive), und das immer entlang eines Wasserfalls. Der Aufstieg war anstrengend, aber dennoch beeindruckend und oben angekommen waren die Strapazen schon vergessen. Wir wanderten auf dem Hochplateau entlang und ließen die Berggipfel links und rechts liegen. Wir blieben immer wieder stehen, um die herrlichen (aka grandiosen) Ausblicke in die Landschaft zu genießen. Der Abstieg war dann ähnlich steil und mit müden Füßen auch recht anstrengend, aber der Weg durch das Tal war auch recht hübsch anzuschauen. Für ein Bier im Pub haben die Kräfte nicht mehr gereicht. Wir trinken unser wohlverdientes Guinness auf der Couch. Cheers!

Lake District: Wansfell Pike

Bei Sonnenschein haben wir uns den 482 m hohen Wansfell Pike von Ambleside kommend hochgeschwitzt, um die vom Reiseführer versprochene grandiose Aussicht über Englands größten See Windermere genießen zu können. Großbritanniens Small Talk Thema Nr. 1(*) hat uns jedoch pünktlich bei der Ankunft auf dem Gipfel im Stich gelassen. Es war trotzdem eine tolle Wanderung, die vielleicht gerade wegen des Regens länger in Erinnerung bleiben wird.

* Fun fact: Eine Untersuchung behauptet, das beinahe zu jedem beliebigen Zeitpunkt mehr als 1/3 der britischen Bevölkerung über das Wetter palavert. http://www.bbc.com/future/story/20151214-why-do-brits-talk-about-the-weather-so-much

Jura: Alpen in Sicht

Wandertag

1.500 m über dem Meeresspiegel konnten wir in der Weite den Genfer See und die Alpen ausmachen, die trotz der Ferne einen gewaltig großen Eindruck hinterlassen. Obwohl es streckenmäßig eine eher kurze Wanderung war, hatten es die Höhenmeter in sich, aber die Weit- und Aussicht machte alle Strapazen vergessen.

Jura: Die Vierseenrunde

Wandertag

Der Jura ist reich an Flüssen und Seen. Aufgrund der anhaltenden Trockenheit sind Flussbetten teilweise ausgetrocknet, Wasserfälle tröpfeln vor sich hin. Also alles andere als spektakulär, und natürlich traurig für die Natur. Unsere heutige Tour führte uns um vier Seen, allesamt malerisch – und gut gefüllt. Die Farbe des Wassers wunderschön, das Wasser klar und ich wäre am liebsten hineingesprungen… Für ein Fußbad hat es immerhin gereicht.